Nach dem Eintritt in den Ruhestand verspüren manche Neu-Rentner plötzlich eine Leere und Rastlosigkeit, die nicht mehr durch die bisher gesuchten Beschäftigungen im Alltag kompensiert werden können. Psychologen, Mediziner und Sozialarbeiter sind daher fachübergreifend der Meinung, dass es umso wichtiger ist, an bereits vorher gelebten Alltagsritualen festzuhalten und diese mit neuen Aktivitäten zu verbinden. Statt des Starts in einen Berufsalltag sollten nun neue Aufgaben auf dem Programm stehen: Entrümpeln Sie den Dachboden oder gehen Sie den Wintergartenanbau an, den Sie schon so lange geplant hatten. Überlegen Sie, was Sie immer schon einmal erlernen oder erleben wollten.
Depressionen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Infolge moderner Entfremdung ist oft von einer Zivilisationskrankheit die Rede. 15 von 100 Frauen erleiden heutzutage innerhalb eines Jahres eine depressive Phase. Bei den Männern ist die Quote nicht ganz so hoch: 8 von 100 haben im Jahr mit Depressionen zu kämpfen.
Gerade im Herbst und im Winter kommt es bei den Menschen immer häufiger zu einem vorübergehenden Stimmungstief, dem sogenannten Blues. Als Auslöser ist in erster Linie der jahreszeitlich bedingte Lichtmangel auszumachen: Schlechtes Wetter in Kombination mit tristen Farben und der Dunkelheit können extrem auf das Gemüt schlagen. Sobald sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, ist das Stimmungstief bei vielen Menschen überstanden. (more…)
Allgemein wird erwartet, dass Kinder das Beziehungsglück vollkommen machen. Sie können aber auch einen gewissen Störfaktor für eine Beziehung bedeuten. Hierbei ist der Störfaktor nicht das Kind direkt. Die Partner bekommen neben ihrer eigentlichen Rolle in der Beziehung eine zusätzliche Aufgabe als Eltern hinzu. Aus einem bisher eingespielten Zweierteam wird ein Dreierteam, welches sich noch einstellen muss.
Die Beziehung zueinander und der Alltag zu zweit verändert sich grundlegend durch ein Baby: Das Kind steht im Mittelpunkt der Beziehung. Gerade in den ersten Jahren benötigt das Kind viel Zeit, Zuwendung und die Aufmerksamkeit der Eltern. (more…)
Im Unterbewusstsein des Menschen schlummert ein riesiger Vorrat an Wissen, der in alltäglichen Situation wie von selbst abgerufen wird und sich auf Entscheidungen und Handlungen auswirkt. Gemeint ist die Intuition – unser ständiger Begleiter. Sie lässt uns auch unbekannte Situationen spontan und dennoch zumeist richtig einschätzen, fernab von rationalen Überlegungen und Gedankengängen – eben intuitiv. Jeder Mensch agiert im Grunde intuitiv: in der bildenden Kunst, in der Musik, im Sport oder während eines schlichten Gesprächs.
Man weiß also tatsächlich mehr, als man denkt: “Der Verstand, den Menschen einsetzen, um vermeintlich kluge Entscheidungen zu treffen, ist begrenzt und macht nur einen kleinen Teil unseres tatsächlichen Wissens aus”, so der amerikanische Intuitionsforscher Milton Fisher. (more…)

Dirk Nowitzki beim Freiwurf
Was tun, wenn der Vorgesetzte unablässlich Druck macht, wenn die Beziehung wankt oder Geldsorgen aufs Gemüt drücken. Gerade jetzt, wo die Nachrichten aus Wirtschaft und Politik wieder schlechter werden und aus dem Hoch der letzten Monate eine Krise zu entstehen droht, sind Strategien gefragt, um im Alltag erfolgreich zu bestehen und Stress abzubauen. Dass schon einfache Rituale helfen können, hat jetzt eine Studie der Universität Tel Aviv gezeigt. Die Forscher um David Eidam zeigten, dass wir viel von Basketballern und von Tieren lernen können.
Jeder kennt das Bild: Dirk Nowitzki an der Freiwurflinie, umgeben von johlenden Zuschauern, erwartungsvollen Mitspielern und der Videoleinwand, die ihm anzeigt, dass die Zeit um ist und seine Freiwürfe über Sieg oder Niederlage entscheiden. Basketballes wie Nowitzki meistern diese Situation mit Wiederholung: Einen Fuss vor den anderen setzen, den Ball dreimal dribbeln oder die Bewegung des Freiwurfes ohne Ball ausführen. (more…)
Obwohl West und Ost immer näher zusammen rücken, treten auch mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung Unterschiede bei den Krankheitsbildern im einst geteilten Deutschland auf. Besonders die so genannten Volkskrankheiten, beispielsweise Diabetes oder die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, treten gemessen an der Bevölkerungszahl häufiger im Osten auf. Das geht jetzt aus einer Studie der Krankenkasse Barmer GEK hervor, die die Daten ihrer 8,4 Millionen Mitglieder als Grundlage nahm.
Die Westdeutschen dagegen leiden verstärkt an psychischen Störungen wie etwa Depressionen oder das Burn-Out-Syndrom. Besonders in Großstädten wie Hamburg oder Berlin wurden verstärkt seelische Leiden festgestellt. Interessant an der Untersuchung sind auch die Daten zum Bundesland Bayern, dass – wie so oft – eine Ausnahme bildet: (more…)